Potsdam’s Perlen: St. Nikolaikirche

23. Juli 2019

Headerbild St. Nikolaikirche Potsdam handundstift.de Blog zum Thema Illustration in Serie

Es geht voran mit meiner Illustrationsserie zum Thema Potsdam’s Perlen, mit der ich die – aus meiner Sicht – schönsten Wahrzeichen der brandenburgischen Landeshauptstadt porträtiere. Dieses Mal ist es die Kirche am zentral gelegenen Alten Markt geworden. Potsdams Einwohner und Besucher sehen in der klassizistisch errichteten Kirche das auffälligste Bauwerk der Stadt. Schließlich ist es mit unter das erste Gebäude, welches einem ins Auge fällt, sobald man Potsdam über den Hauptbahnhof erreicht. Die St. Nikolaikirche prägt somit das Stadtbild wie kaum ein zweites Gebäude der Stadt. Vor allem dieser Gedanke löste eine große Faszination in mir aus, sodass mein Entschluss zum Zeichnen dieses Zentralbaus sehr schnell fest stand.

ST. NIKOLAI AM ALTEN MARKT - EIN BAUWERK MIT BEWEGENDER GESCHICHTE INMITTEN VON POTSDAM'S HISTORISCHER MITTE

Jeden Tag. So oft sehe ich dieses wunderbare Stück Baukunst. Entweder, wenn ich mit dem Rad zum oder vom Potsdamer Hauptbahnhof fahre. Natürlich auch, wenn ich im Regionalexpress sitze. Dieser Blick aus dem Zug heraus auf die emporragende Kuppel der St. Nikolaikirche ist einer der Gründe, warum es mich dauerhaft in die Landeshauptstadt Brandenburgs geführt hat. Manchmal laufe ich den Weg von der Innenstadt bis zum Hauptbahnhof. Zu Fuß kommt mir dann die 77 Meter hohe Kirche am Alten Markt sehr viel höher vor. Doch das hat auch mit der architektonischen Umgebung zu tun, in der kaum vergleichbar hohe Gebäude stehen. Diese vielen Gedanken trugen dazu bei, dass ich auch dieses Potsdamer Wahrzeichen in meiner Illustrationsserie namens Potsdam’s Perlen verewigen wollte.

Also nichts wie ran ans Werk – oder besser gesagt: ans digitale Zeichenbrett! Als Grundlage dienten mir einige Fotos, die ich bei meinen Spaziergängen machte. Dabei fielen mir besonders die fein gearbeiteten Ornamente sowie die vielen Säulenelemente auf. Natürlich beschäftigte ich mich nach Ansicht der Fotos auch mit der Historie des Gebäudes. Spannend ist vor allem, dass das Gebäude schon einige schwere Schicksalsschläge hinter sich hat. Schließlich ist die Nikoklaikirche im Jahr 1795 vollständig abgebrannt. Erst fünf Jahre später wurde die Planung des Bauwerkes in Angriff genommen, um sie knapp 20 Jahre später wieder zu errichten. Als federführende Architekten konnte sich Karl Friedrich Schinkel ebenso verdient machen wie seine Schüler Ludwig Persius und August Stüler.

Beitragsbild St. Nikolaikirche Potsdam handundstift.de Blog zum Thema Illustration in Serie
Foto der St. Nikolakirche am Alten Markt im Herzen von Potsdam

LOS GEHT DIE ARBEIT - GEDULDIG UND STÜCK FÜR STÜCK VON DER ANFÄNGLICHEN IDEE BIS HIN ZUR FERTIGEN ILLUSTRATION

Beitragsbild Skizze Schwarz-Weiß St. Nikolaikirche Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Mit meinem wacom intuos Board entsteht zuerst meine Schwarz-Weiß-Skizze

Nachdem ich also die Atmosphäre der St. Nikolaikirche förmlich aufgesaugt hatte, konnte ich mich mit der eigentlichen Illustration des Bauwerks beschäftigen.

Im Schnitt benötige ich für jede meiner Illustrationen der Reihe Potsdam’s Perlen etwa acht bis zehn Stunden. Eine ziemlich lange Zeit, aber ich habe anfangs sogar noch länger gebraucht. Mittlerweile bin ich aber einigermaßen firm mit der Zeichensoftware und meinem Board. Trotzdem: Übung macht den Meister und ich bin noch immer dabei, zu lernen, mich zu verbessern und einfach schneller zu sein. Der Grund dafür, dass ich bis dato noch so viel Zeit investiere: die meisten Wahrzeichen der Stadt kommen nicht so aalglatt daher wie viele der heutigen Gebäude. Im Gegenteil, die Bauwerke vergangener Epochen sind geprägt von vielen kleinen Details, sie werden geschmückt von aufwändigen Verzierungen. Genau das möchte ich in meinen Illustration abbilden.

Zugegebenermaßen: die Idee für eine Illustration ist schnell aus der Taufe gehoben. Die Illustration bzw. die Arbeit dahinter – das wird keine allzu große Überraschung sein – allerdings nicht. So war das auch im Fall der St. Nikolaikirche. Durch die vielen baulichen Details benötigt es sehr viel Zeit und Mühe, das Gebäude auf das digitale Papier zu übertragen. Wichtig ist mir immer, dass ich dabei eine gute Mischung aus detailgetreu und doch nicht zu detailversessen finde. 

JETZT WIRD DER ZEICHNUNG DAS LEBEN EINGEHAUCHT - KOLORIERUNG MIT DEM AQUARELL-BRUSH-TOOL

Meistens verbringe ich einen Teil meiner Wochenenden damit, mein Mac Book aufzuklappen und mein wacom Board anzuschmeißen. Endlich kreativ sein und den Stift schwingen! Schließlich komme ich unter der Woche meist leider nicht dazu. Doch, wenn ich es schaffe, entstehen Stück für Stück Zeichnungen, in die dann auch verhältnismäßg viel Zeit und auch Leidenschaft investiere. Ich hoffe jedenfalls, man merkt es meinen Illustrationen an.

Im ersten Schritt entsteht zunächst eine in schwarz-weiß gehaltene Version des Potsdamer Wahrzeichens (s.o.). Erst dann beginne ich damit, eine Ebene nach der nächsten zu erstellen, um die Farben und die Schatten zum Leben zu erwecken. Dieser Arbeitsschritt dauert tatsächlich am längsten, da hier sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt ist und ich dabei eine ruhige Hand bewahren muss. Falls ich mal einen Strich daneben haue, kommen ganz digital die Tasten Strg und Z zum Einsatz. Schon toll, wenn die digitale Kunst einem jeden fehlerhaften Pinselstrich verzeiht. 

Beitragsbild Farbe St. Nikolaikirche Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Im zweiten Schritt färbe ich das Gebäude selbst ein
Beitragsbild Farbe mit Himmelblau St. Nikolaikirche Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Natürlich darf auch das charakteristische Himmelblau nicht fehlen

FAST GESCHAFFT - DER SCHRIFTZUG POTSDAM'S PERLEN VERLEIHT DER FERTIGEN ILLUSTRATION NOCH DEN LETZTEN SCHLIFF

Nachdem ich das illustrative Abbild der Kirche am Alten Markt sowohl mit Farben als auch mit Schatten versehen habe, füge ich natürlich noch den passenden Schriftzug ein. Jetzt darf sich das Werk auch ganz offiziell in meine Illustrationsserie Potsdam’s Perlen einreihen. Auch dieses Mal hat mir das Zeichnen eines weiteren Potsdamer Wahrzeichens sehr viel Spaß gemacht. Vor allem auch deshalb, weil ich von links und rechts immer wieder großen Zuspruch erhalte. Ich bin sehr dankbar für dieses Feedback und bin nachwievor sehr froh über meinen Schritt, diesen Blog zu starten und kontinuierlich mit Content zu füllen. Das ist eine der besten Entscheidungen, die ich überhaupt getroffen habe. Deshalb wird die St. Nikolaikirche längst nicht das letzte Werk sein, das ich auf diesen Seiten veröffentliche.

Beitragsbild Farbe mit Schriftzug St. Nikolaikirche Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Als letzter Schritt folgt die Namensgebung mit dem Schriftzug Potsdam's Perlen, die natürlich unter keinen Umständen fehlen darf

DER ILLUSTRATIONSZUG ROLLT WEITER UND WEITER - POTSDAM BIETET SO VIEL STOFF FÜR MEHR

Die brandenburgische Landeshauptstadt hat nicht nur freundliche Menschen, zahlreiche Freizeitmöglichkeiten und ein großartiges Kulturangebot zu bieten. Nein, es strotzt auch noch vor lauter architektonischer Highlights, die ich zumindest zum Teil in dieser Illustrationsserie festhalten möchte. Dieses Mal diente mir die nach dem heiligen Nikolaus benannte Kirche als Porträtvorlage. Die Illustration solcher Gebäude macht mir nachwievor unfassbar viel Spaß, sodass ich meiner Reihe auch weitere Mitglieder hinzufügen werden. Also: mal sehen, was als Nächstes kommt! Übrigens: unter der Rubrik Illustration findet ihr weitere Details zur Illustrationsserie Potdsam’s Perlen. 

Darüber hinaus zeichne ich aber auch an anderen Projekten, die ihr gerne über meine Social Media-Kanäle verfolgen könnt. Folgt mir dafür gerne auf Instagram, Facebook, Pinterest oder YouTube. Ich freu’ mich über euren Besuch!

Euer Marc

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