Potsdam’s Perlen: Brandenburger Tor

18. September 2019

Headerbild Brandenburger Tor Potsdam handundstift.de Blog zum Thema Illustration in Serie

Wer kennt es nicht, das berühmte Brandenburger Tor? Nein, nein. Nicht das sechssäulige Triumphtor in Berlins Mitte. Ich meine natürlich das Brandenburger Tor am Luisenplatz im wunderbaren Potsdam. Eine Verwechslungsgefahr besteht tatsächlich nur beim Namen, denn beide Tore unterscheiden sich architektonisch sehr. Das Potsdamer Brandenburger Tor hatte ich bereits länger auf meiner Liste möglicher Illustrationen. Zum einen, weil ich es auf dem Weg durch die Stadt so gut wie täglich zu Gesicht bekomme. Zum anderen, weil es ein weiteres spannendes Zeugnis der Geschichte des Bundeslandes und der Stadt Potsdam darstellt. Dabei kann ich euch dieses Mal sogar einen kleinen Einblick in meine illustrativen Abläufe ermöglichen, und zwar per Video.

DAS BRANDENBURGER TOR ALS ZWEITES STADTTOR IN DER ILLUSTRATIONSREIHE POTSDAM'S PERLEN

Jeder Einwohner oder Tourist der brandenburgischen Landeshauptstadt wird es schon einmal erblickt haben. Das imposante Stadttor am Potsdamer Luisenplatz. Egal, ob man sich gerade auf einem der regelmäßigen Feste vergnügt, die Brandenburger Straße im Zuge einer Shoppingtour entlang schlendert oder gerade joggend aus dem Park Sanssouci kommt. Das im Auftrag von Friedrich II. errichtete Bauwerk ist jedes Mal ein wahrer Blickfang und findet deshalb zurecht einen Platz in meiner Illustrationsserie Potsdam’s Perlen.

Ursprünglich erbaut wurde das Brandenburger Tor, neben den beiden anderen Stadttoren Nauener Tor und Jägertor, als Mittel zur Unterbindung von Schmuggel und Fahnenflucht. Alle drei Stadttore verband damals im späten 18. Jahrhundert eine zum Schutz eingesetzte Mauer. Das Brandenburger Tor, wie wir es heute kennen, wurde in den Jahren 1770 und 1771 erbaut. Dafür verantwortlich war ein Architekten-Duo, das auf die Namen Carl von Gontard und Georg Christian Unger hörte. Friedrich der Große ließ das Brandenburger Tor als Symbol des Sieges erbauen. Nicht umsonst ähnelt dieses Potsdamer Bauwerk auch einem Triumphbogen römischer Art. Nicht verwunderlich also, dass Potsdam immer wieder mit Rom verglichen wird. Schließlich hinterließen die beiden Architekten, die als kongeniales Lehrer-Schüler-Gespann arbeiteten, viele weitere Bauwerke wie das Belvedere auf dem Klausberg, die Hiller-Brandtsche-Häuser an der Breite Straße oder die Alte Post am Platz der Einheit.

Beitragsbild Brandenburger Tor Potsdam handundstift.de Blog zum Thema Illustration in Serie
Aufnahme der aufwändig gestalteten Verzierungen an der Stadtseite des Brandenburger Tores

VON DEN OUTLINES ZUR KOLORIERUNG UND SCHATTIERUNG - ILLUSTRATION WILL GUT WEILE HABEN

Inspiration hatte ich nun also genug, ebenso wie nützliches Fotomaterial. Nun machte ich es mir zu Hause gemütlich und setzte mich fix an meinen Schreibtisch. Erneut habe ich nach den ersten digitalen Pinselstrichen festgestellt, dass eine Illustration viel Zeit benötigt, damit am Ende wirklich ein tolles Ergebnis rumkommt. Das heißt, am Ende des Tages verbringe ich etwa 8 bis 12 Stunden (manchmal sogar länger) mit ein und derselben Zeichnung. Allerdings merke ich meistens gar nicht, wie schnell dabei die Zeit vergeht. Ein gutes Zeichen!

VIDEO-EINBLICK - JETZT KOMMT DIE FARBE INS SPIEL, UND ZWAR IM ZEITRAFFER

Bei der Illustration des Brandenburger Tors haben mich besonders die feinen Details wie die trimph-symbolisierenden Verzierungen viel Aufwand gekostet. Danach kam ich zur Koloierung und Schattierung, wie ihr im nachfolgenden Video sehen könnt. Selbstverständlich im Zeitraffer.

STÜCK FÜR STÜCK ZUr FERTIGEN ZEICHNUNG

Leider kann ich dann doch nicht so schnell zeichnen, wie im Video zu sehen. Deshalb benötigte ich auch noch etwas Zeit, bis ich die Illustration zu dieser Potsdamer Perle letztlich fertig stellen konnte. Grund war auch, dass ich nicht nur das Brandenburger Tor selbst zeichnen wollte, sondern auch das in Mosaik eingearbeitete Wappentier unseres Bundeslandes: den Adler. Natürlich inklusive der Jahreszahlen 1976 und 1998. In diesen Jahren wurde die Brandenburger Straße, die Flaniermeile Potsdams schlechthin, saniert und in Schuss gehalten. Jetzt fehlten also nur noch die roten Pflastersteine drumherum und ich konnte ein neues Mitglied in meiner aktuellen Illustrationsserie begrüßen. Juhu! Wie das ganze Schritt für Schritt passierte, seht ihr in der nachfolgenden Bilderserie.

1. SchritT

Illustration der Outlines

Beitragsbild Skizze Schwarz-Weiß Brandenburger Tor Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Zuerst zeichne ich die schwarzen Outlines, Zeitaufwand: ca. 2 bis 3 Std.

2. Schritt

Farbgebung des Stadttores

Beitragsbild Farbgebung Brandenburger Tor Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Danach geht's an die Farbgebung und Schattierung des Stattores selbst

3. Schritt

Kolorierung Pflastersteine

Beitragsbild Farbgebung Pflastersteine Brandenburger Tor Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Natürlich dürfen die charakteristischen roten Pflastersteine nicht fehlen

4. Schritt

Hinzufügen des Titels

Beitragsbild Titel hinzufügen Brandenburger Tor Potsdam handundstift.de - Der Blog rund um Illustration in Serie
Zuletzt kommen der blaue Himmel und der Titel hinzu. Et voilà: eine Potsdamer Perle!

IHR HABT EINE WEITERE POTSDAMER PERLE VOR AUGEN? DANN GERNE HER MIT EUREN IDEEN!

Ich habe ein besonderes Wahrzeichen Potsdams noch nicht gezeichnet? Ihr habt ein bestimmtes Bauwerk der brandenburgischen Landeshauptstadt vor Augen und wünscht euch, dass ich es illustriere? Schreibt mir sehr gerne über mein Kontaktformular oder einfach direkt per E-Mail an post@handundstift.de. Ich freu’ mich drauf!

Ach, ja. Eine Sache noch: Wenn ihr immer auf dem Laufenden bleiben wollt und auch mal einen Blick hinter meine Kulissen werfen möchtet, dann folgt mir doch auf Instagram, Facebook, Pinterest oder YouTube. Wir sehen uns!

Euer Marc

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