Headerbild Potsdam's Perlen | handundstift.de - Der kreative Blog rund um digitale Illustration aus Potsdam

ILLUSTRATIONSSERIE

POTSDAM'S PERLEN

Oh, du wundervolles Potsdam! Ich hatte dich schon immer ziemlich gern. Ich weiß noch, als ich etwa 12 Jahre alt war, mit meiner Schulklasse einen Ausflug zum Schloss Sanssouci machte und tief beeindruckt war. Damals wusste ich deine Vorzüge aber noch nicht ganz zu schätzen, weil ich mir nicht ausmalen konnte, welche großartigen Bauwerke du über den Schlosspark hinaus noch beherbegst. Weil ich nicht wusste, welch spannende Historie in dir schlummert. Weil ich nicht wusste, welch besondere Atmosphäre du ausstrahlst. Das änderte sich als ich dich im Jahr 2016 nochmals besuchte. Ich war hin und weg. Zu dieser Zeit wohnte ich noch in Berlin, verspürte aber bereits den ausgeprägten Wunsch, dich erneut zu besuchen… und zwar dauerhaft. Diesen Wunsch konnte ich 2017 glücklicherweise wahr und 2019 sogar offiziell machen. Als offizieller Potsdamer fühle ich mich dir noch verbundener als ohnehin schon. Ich möchte dich nicht mehr missen und hoffe auf eine grandiose Zukunft. Auf uns!

POTSDAM’S PERLEN – ILLUSTRATIONSSERIE ZU DEN WAHRZEICHEN DER LANDESHAUPTSTADT BRANDENBURGS

Nach der Kennenlerngeschichte zwischen Potsdam und mir, nun ein paar Worte zur Illustrationsserie selbst. Hintergrund dieser Illustrationsserie ist, dass ich vor geraumer Zeit nach einem Bild, einer Zeichnung, einer Illustration suchte, die Potsdam’s Wahrzeichen beinhaltet. Und entweder ich habe Google’s Suchmaschine nicht richtig bedient oder es war tatsächlich so, dass kein wunschgemäßes Suchergebnis dabei herum kam. Also sagte ich mir kurzerhand: ich mach’s selbst! Das war einer der Beweggründe, diese Illustrationsserie anzufertigen und damit zu beginnen, die unglaublich geschichtsträchtige Vielfalt Potsdams auf (digitales) Papier zu bannen. Die Ergebnisse dessen seht ihr nachfolgend, wobei ich darauf geachtet habe, stets über die jeweiligen Blogartikel zur Entstehungsgeschichte der Illustrationen zu berichten. Darüber hinaus füge ich nachfolgend auch noch einige Facts zur Historie des Bauwerks hinzu. Wichtig: alles merken… die nächste Lernerfolgskontrolle kommt bestimmt! Nee, war nur Spaß! Viel Vergnügen beim Lesen und Entdecken!

Historische Muehle Potsdam Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
HISTORISCHE MÜHLE POTSAM

Wusstet ihr, dass die historische Mühle gar kein Original ist, sondern eine Rekonstruktion? Die einst Ende des 18. Jahrhunderts unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. errichtete Holländerwindmühle wurde im zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Vollständig wieder aufgebaut wurde sie erst Anfang der 1990er-Jahre. Seitdem erstrahlt die Mühle in neuem Glanz und versprüht unweit vom Schloss Sanssouci ihren ganz eigenen Charme.

Ich finde, man merkt es nicht wirklich, wenn man erst einmal davor steht. Allerdings erreicht die Mühle eine stolze Gesamthöhe von fast 26 Metern. Wer sich einmal selbst von der Schönheit dieses geschichtsträchtigen Bauwerks überzeugen möchte, dem kann ich einen Besuch in der Dauerausstellung des dort angeschlossenen Museums nur wärmstens ans Herz legen. Das unter Denkmalschutz stehende Mühlengebäude ist definitiv einen Besuch wert. In unmittelbarer Nähe finden sich übrigens viele weitere großartige Bauwerke längst vergangener Zeiten, die eine Besichtigung verdient hätten.

Bei der Illustration der Historischen Mühle, mit Hilfe meines wacom Zeichen-Boards, habe ich darauf geachtet, möglichst genau zu arbeiten. So habe ich beispielsweise die einzelnen Ziegelsteine des Mauerwerks stückchenweise und einzeln gezeichnet, damit die Illustration an Detailtiefe gewinnt. Bei der Farbgebung habe ich auf pastellige Aquarellfarben gesetzt, um den ruhigen Charakter der Mühle wiederzuspiegeln.

Holländisches Viertel Potsdam Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
HOLLÄNDISCHES VIERTEL POTSDAM

Das Holländische Viertel mit seinen insgesamt 134 Ziegelsteinhäusern ist erstaunlich. Es fügt sich mit seinem unverwechselbaren Charme ins Zentrum von Potsdam ein ohne dabei zu dominieren. Jedes Mal, wenn ich dort bin, entdecke ich andere Details, das mir vorher verborgen blieben. Beispielsweise die fein verarbeiteten Holzfenster, der Stuck an vielen Stellen oder die vielen unterschiedlichen Türen. 

Erbaut wurde das Ensemble zwischen 1733 und 1742, das heißt vor fast 300 Jahren zu Zeiten von Friedrich Wilhelm I. Umso erstaunlicher, dass sich die Architektur bis heute so gut gehalten hat und die Häuser in solchem Glanz erstrahlen. Zu einem Besuch lädt allerdings nicht nur die schmucke Architektur, sondern auch die Ladenlandschaft und die dort ansässige Gastronomie. Wer also nach dem Bummeln durch die kleinen Boutiquen mit leerem Magen kämpft, dem bieten zahlreiche Restaurants und Bars ein breites Angebot.

Die Illustration des Holländischen Viertels hat mir große Freude bereitet. Vor allem die Detailarbeit der Fensterläden oder der Ziegelsteinelemente. Ausgerüstet mit meinem wacom-Board konnte ich die Illustration Strich für Strich fertigstellen. Auch die Farbgebung hat Laune gemacht. Wie bei der Mühle auch, habe ich den Himmel nur angedeutet und dabei einen Abstand zwischen Bauwerk und blauem Himmel gelassen. Insgesamt war es mein Ziel, mit dieser Illustration die charmante Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Kulturdenkmals inmitten von Potsdam zeichnerisch zu transportieren.      

Nauener Tor Potsdam Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
NAUENER TOR POTSDAM

Als eines von insgesamt drei Stadttoren strahlt das Nauener Tor mit seinem neugotischen Stil einen ganz besonderen Charme aus. Dabei blickt es auf eine lange Vergangenheit von über 250 Jahren zurück. Gebaut wurde das Bauwerk nämlich bereits im Jahr 1754/55 während der Regentschaft des Kurfürsten Friedrich II.

Eigentlich wurde das Nauener Tor eingebettet in die damalige Potsdamer Stadtmauer, die zusätzlich das Jägertor und das Brandenburger Tor beheimatete. Das beliebte Potsdamer Seightseeing-Objekt liegt unweit vom Holländischen Viertel entfernt. Vor seiner Restaurierung im Jahre 1996 erstrahlte das neugotische Bauwerk übrigens in gelber Farbe, welches anschließend in sein natürlicheres Grau zurückversetzt wurde. Genutzt wurde das altehrwürdige Gebäude in vielfältiger Form. Es bot bspw. Handwerkern, Händlern und sogar Restaurants (bis heute) ein Dach unter dem Kopf. 

Dieses Potsdamer Wahrzeichen auf das digitale Papier zu bannen, hat zwar nur wenige Farben beansprucht, machte aber dennoch großen Spaß. Vor allem die Gestaltung der zahlreichen Zinnen war mir eine Freude. Einfach deshalb, weil ich beim Zeichnen dieser Potsdamer Perlen immer wieder neue und interessante Details entdecke, die mir beim gelegentlichen Spaziergang nicht auffallen. Das Detail der Straßenbahnschienen, die für die Durchfahrt der Tram da sind, hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das illustrierte Ergebnis transportiert hoffentlich ein wenig die angenehme und nette Atmosphäre, die am Nauener Tor herrscht.

St. Nikolaikirche Potsdam Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
ST. NIKOLAIKIRCHE POTSDAM

Positioniert am Alten Markt inmitten der Potsdamer Innenstadt und nur einen Katzensprung entfernt vom Brandenburger Landtag, liegt die evangelische Kirche St. Nikolai. Das sakrale Bauwerk steht unter Denkmalschutz und wurde unter den Arichtekten Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Persius und Friedrich August Stüler in mehreren Bauabschnitten erbaut. Fertiggestellt wurde der Kuppelbau im Jahr 1850. Damit hatte Potsdam ein grandioses Wahrzeichen mehr, welches im klassizistischen Stil errichtet wurde.

Der nach dem Heiligen Nikolaus benannte Zentralbau wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs schwer getroffen, wobei die Kuppel zusammen fiel und das Bauwerk insgesamt sehr schwer beschädigt wurde. Der Wiederaufbau des Sakralbaus begann zu DDR-Zeiten während der 1950er Jahre und wurde erst mehr als 30 Jahre später abgeschlossen. Wenn man über den Alten Markt läuft, ist von alledem nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil. Der Platz inmitten der Potsdamer Mitte strahlt eine gewisse Ruhe und Gelassenheit aus. Ein Besuch ist diese Gegend immer wieder wert. Vor allem, weil sich dort viele weitere Sehenswürdigkeiten tummeln.

Beim Illustrieren dieses Potsdamer Wahrzeichens sind mir in erster Linie die zahlreichen sakralen Elemente aufgefallen. Zum Beispiel die Engelstatuen, die die spitzen Türmchen schmücken. Auch die Farbgestaltung des Bauwerks war interessant. Das Türkis der Kuppel sticht dabei besonders ins Auge, auch weil diese Farbe sehr gut mit dem Beige des Mauerwerks harmoniert. Ein wunderbares Wahrzeichen, eine tolle Potsdamer Perle.

Alexandrowka Potsdam Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
ALEXANDROWKA POTSDAM

In nur zwei Jahren Bauzeit (1826 bis 1827) wurde die bis heute hervorragend erhaltene Russische Kolonie erbaut. Das Bauprojekt Alexandrowka war eine Herzensangelegenheit für den damaligen König Friedrich Wilhelm III., der das Areal zum Gedenken an Zar Alexander I. errichten ließ. Denn der Kaiser von Russland verstarb im Jahre 1825.

Genutzt wurden die Holzhäuser als Unterkunft für die russischen Sänger, die sich vorher im Krieg verdient machten. Nach ihrer Rückkehr bot ihnen die Alexandrowka eine neue Heimat. Für die Erbauung des weitflächigen Areals zeichnete der Architekt Peter Joseph Lenné verantwortlich. Mit den zahlreichen Grünflächen wollte der den Musikern eine inspirierende Atmosphäre bieten. Heutzutage gehört das Ensemble zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet zahlreichen Besuchern einen Einblick in längst vergangene Zeiten und – nebenbei gesagt – auch kulinarische Einblicke in die russische Seele. Ein Besuch ist die Alexandrowka also allemal wert.

Das digitale Zeichnen dieser typisch russischen Holzhütte war durchaus anspruchsvoll. Schließlich sind die Häuser vor allem durch zahlreiche filigrane Detailarbeiten an Dach und Fenstern geprägt. Auch das macht den Charme von Alexandrowka aus. Trotzdem und gerade deshalb hat das Illustrieren dieses Holzhauses großen Spaß gemacht. Eine weitere historische Potsdamer Perle, die ich in meine Illustrationsserie aufnehme.

Brandenburger Tor Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
BRANDENBURGER TOR POTSDAM

Direkt am weiträumigen Luisenplatz und an der belebten Brandenburger Straße gelegen, reiht sich das nach römischem Vorbild erbaute Brandenburger Tor in Potsdam ein. Es entstand als erstes von insgesamt drei Stadttoren und wurde im Jahr 1733 fertiggestellt. Vom äußeren Vorplatz aus verlief eine Landstraße direkt bis in die Stadt Brandenburg an der Havel, daher auch der Name des beliebten Potsdamer Wahrzeichens. Als Vorbild für das Brandenburger Tor diente damals der römische Triumphbogen, wobei die Gestaltung des Bauwerks auf den Architekten Carl von Gontard und seinen Schüler Georg Christian Unger zurückgeht.

Dabei diente das Stadttor lange Zeit als Ein- und Austrittstor für die Potsdamer Einwohner und Besucher. Damals wurde das Stadttor links und rechts von einer dicken Steinmauer umgeben. In diesem Zusammenhang beherbergte das Brandenburger Tor den königlichen Zoll. Heute hingegen wird niemand mehr von Zollbeamten durchsucht. Touristen und Einheimische flanieren lieber über die nahegelegene Brandenburger Straße.

Wie bei vielen meiner Illustrationen meiner Illustrationsserie Potsdam’s Perlen, lag auch hier die Schwierigkeit vor allem in den architektonischen Details wie den Kriegstrophäen und Wappenkartuschen. Außerdem wollte ich unbedingt den Vorplatz in Richtung Brandenburger Straße illustrieren, da die ziegelrote Bepflasterung in meiner fertigen Zeichnung nicht fehlen durfte.

Potsdam Meseum Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
POTSAM MUSEUM

Zentral am Alten Markt gelegen, reiht sich das Potsdam Museum als ein weiteres Mitglied in meine Illustrationsserie zum Thema Potsdam’s Perlen ein. Erster Blickfang bei diesem Bauwerk, das zu früheren Zeiten für andere Zwecke genutzt wurde, ist meist seine goldene Figur auf der Kuppel. Wer sich schon immer einmal gefragt hat, wer das sein soll: es ist Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt. Die Atlasfigur wurde im 19. Jahrhundert im Volksmund “Puppe” genannt, sodass sich im Sprachgebrauch auch die Redewendung “Unter der Puppe sitzen” etablierte.

Dabei stellte das Potsdam Museum seine Räumlichkeiten nicht immer für museale Zwecke zur Verfügung. Erst seit 1909, als die BürgerInnen der Stadt Potsdam einen Museumsverein gründeten, wurden in dem Bau am Alten Markt auch historisch bedeutsame Gegenstände präsentiert. Vorher diente das Gebäude, welches der italienischen Barockarchitektur nachempfunden ist, als Leibreitstall, als Rathaus und darüber hinaus auch als Stadtkasse. Damals drängte sich der Platz am Alten Markt voller geschäftiger Menschen, die ihrer Arbeit nachgingen. 

Heute bietet das von Friedrich dem Großen in Auftrag gegebene Bauwerk zahlreiche wechselnde Ausstellungen. Selbstverständlich gibt es auch eine ständige Ausstellung namens “Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte” zu sehen. Einen Besuch ist es allemal wert. Also gerne besuchen und anschließend berichten!

Schloss Sanssouci Potsdam Illustration Farbe | handundstift.de | Der Blog rund um Illustration in Serie
SCHLOSS SANSSOUCI

Ohne Sorge. So lautet die Übersetzung des Wortes Sanssouci. Nun machen sich die vier Jahre Französisch-Unterricht endlich doch bezahlt. Doch  im Ernst: das Schloss Sanssouci stand von Anfang an auf meiner Liste der Illustrationsmotive. Allerdings bin ich lange Zeit nicht dazu gekommen, da das bekannte Hohenzollernschloss mit sehr viel Detailarbeit aufwartet und entsprechend zeitintensiv in der Gestaltung ist.

Bis jetzt. Die Zeit für dieses eindrucksvolle Bauwerk des 18. Jahrhunders musste ich mir einfach nehmen. Schließlich kann das geschichtsträchtige Sommerschloss des Preußenkönigs Friedrich II. als das Wahrzeichen der brandenburgischen Landeshauptstadt schlechthin bezeichnet werden.

Natürlich warten auch viele andere Seightseeingstationen in Potsdam mit einzigartigem Charme auf. Das Schloss Sanssouci lässt mich allerdings immer wieder staunend zurück. Sobald ich den Park Sanssouci betrete, beeindruckt mich die im Rokoko-Stil errichte ehemalige Königsresidenz mit seinen bodentiefen Rundbogenfenstern, zahlreichen Sandsteinfiguren und der bekrönenden Kuppel.

Übrigens: Seit 1990 stehen das Schloss ebenso wie die Parkanlage unter dem Schutz der UNESCO, und zwar als Weltkulturerbe. Wer sich von euch noch nicht von diesem Stück architektonischer Baukunst hat beeindrucken lassen, dem sei ein Besuch dieser großartigen Potsdamer Perle wärmstens empfohlen. 

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